Wenn Zeichnungen und Handschrift digitalisiert werden sollen


Wenn Zeichnungen und Handschrift digitalisiert werden sollen
Normalerweise ist es mittlerweile Standard, dass Berufstätige direkt an den PC oder Laptop gehen und ihre Arbeiten direkt in diesen eingeben oder einscannen. Alles wird mit Tastatur und Mouse erledigt, damit alles schön zu lesen und sogleich digitalisiert ist. Für viele kreative Köpfe ist es allerdings hinderlich, dass sie nicht schnell von Hand etwas schreiben, skizzieren oder malen können. Die Arbeit mit Mouse oder digitalen Pens ist etwas zu umständlich für sie oder schränke die kreative Handlungsfreiheit dabei ein.

Natürlich gibt es auch die kleinen Anwendungen, die wir bereits im Alltag integriert und akzeptiert haben. So benutzt Google Translate die Funktion, ein zu übersetzendes Wort in ein vorgegebenes Textfeld einzugeben. Es wird schnell erkannt und in ein digitales Format umgewandelt. Anhand der Umwandlung wird es dann in die jeweilige andere Sprache übersetzt. Diese Funktion steht aber in Konkurrenz zum Audioassistenten von Google, bei dem der Anwender das Wort viel schneller hineinsprechen kann.

Wer gerne seine eigene Handschrift als eine digitale sichtbare Form haben möchte, die sich beispielsweise wie ein Schrifttyp „Arial, Times New Roman etc.“ kategorisieren lässt, kann dies schaffen. Dafür gibt es effektvolle Tools. Darunter befinden sich beispielsweise MyScriptFont.com oder Calligraphr.com. Diese werden sehr ausführlich bezüglich ihrer Vor- und Nachteile auf Blogg.de gegenübergestellt. Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass es bei diesen auch kostenlose Versionen gibt.

Nachstehend folgen weitere Beispiele für Anwendergruppen und einige Tools, die für sie hilfreich sind.


Bedarfsgruppe: Teams


In Teams, die mit der Mind-Mapping-Methode arbeiten, sind die Ideen oftmals rasch aufzuschreiben. Es sprudeln diese nur so in der jeweiligen Gruppe. Deswegen ist ein schnelles Aufschreiben angebracht. Verständlicherweise wäre dies mit einem normalen Schreibprogramm nicht so anschaulich und gruppendynamisch. Eine Stellwand mit großen Papierformaten, Notizkartons und Zettel sind eigentlich die vorrangigen Mittel zum Notieren. In den weiteren Phasen ist es dann natürlich gut, die Inhalte zu digitalisieren. Die einfachste Methode ist, Fotos zu machen. Das hat manchmal den Nachteil, dass die Schrift nicht immer für jeden lesbar ist, wenn der Schreiber selbst eine sehr unleserliche Art zu schreiben hat. Dann muss doch wieder von Hand korrigiert werden.
 

Bedarfsgruppe: Designer


Designer müssen erst einige Ideen zu Papier bringen. Gerade die konservativen unter ihnen bevorzugen diese Form, anstatt beispielsweise ein digitalen Pen zu nutzen. Diese müssen dennoch irgendwann digitalisiert werden, da es meistens Skizzen mit einer fundierten Idee sind und als weitere Ausarbeitungsvorlage dienen werden. Es ist gerade für Designer angebracht, hier professionelles Werkzeug anzuwenden und sich doch schon bald umzustellen. Die Firma Wacom bietet sehr viele Hilfsmittel wie Tablets und dazugehörige digitale Stifte an, die eine „normale Handschrift und Zeichnungen“ ideal umsetzen. Sie werden zugleich digitalisiert und können in Bildbearbeitungsprogrammen wie beispielsweise Adobe Photoshop oder Corel Draw bearbeitet werden. Außerdem sind auch Touchscreens zu empfehlen, die Ähnliches leisten.
 

Bedarfsgruppe: Künstler


Es gibt aktuell unterschiedliche Künstler. Die einen mögen die klassische Malart auf einer Leinwand oder dem Reinzeichenkarton. Einige Künstler geben sich dabei zufrieden, dass sie zunächst nur ein Original malen. Aber später kommen sie zu dem Ergebnis, dass ihre Bilder doch einer breiten Kundschaft zugänglich gemacht werden sollen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, einige Schwachstellen digital mit Bildbearbeitungsprogrammen zu korrigieren. Um gute Ergebnisse zu bekommen, sollten sie die Originale hochauflösend einscannen. Das geht über Scanner in demselben Format, Plotter für sehr große Formate oder sogar Spiegelreflexkameras.
 

Exkurs: Handschrift versus Unterschrift


Eine Unterschrift ist zum Teil nicht wie im Original möglich. Denn bei einer echten Unterschrift kommt es nicht nur auf das individuelle Schriftbild der Unterschrift an, sondern auch auf den Druck, der auf dem Angebots- oder Vertragspapier ausgeübt wird. Vielleicht wird es dazu bald digitale Programme und gleichzeitig Drucker geben, die das vermögen. Eine andere Alternative ist die digitale Unterschrift, die in diesem Zusammenhang erwähnt wird. Dies ist aber in der praktischen Weise noch nicht so zu verstehen, dass die Unterschrift exakt nachgeahmt wird. Vielmehr sind die Unterschriftsfelder passwort-geschützt. Nachdem der Adressat das Passwort eingegeben hat, formiert sich beispielsweise eine digitale Unterschrift als Bestätigung in das vorgesehene Feld. Die Akzeptanz und die Sicherheit sind dieselben, sodass von einer (digitalen) Unterschrift gesprochen werden kann.
 

Fazit


Die handgeschriebenen Aufzeichnungen und Skizzen sind oftmals nur Vorstufen von dem, zu was die Anwender sie später weiterverarbeiten möchten. Deswegen sind die Aufzeichner mehr und mehr angehalten, die handschriftlichen Dokumente zu digitalisieren. Zudem hören mit der direkten Digitalisierung zwei Dinge auf:
  •  Nutzung von Papier, welche umweltschädlich ist.
  • Das Minimieren der „Zettelwirtschaft“, die eher Unordnung bringt.
Das Einsortieren der geschriebenen Dokumente in digitale Ordner ist ein aktiver Anteil, mehr Ordnung auf den Schreibtisch zu bringen. Das bezieht selbst eine Zwischenspeicherung ein.

Zu guter Letzt gilt: Je inhaltsschwerer die Aufzeichnungen für einen selbst oder ein Unternehmen sind, desto eher müssen sie auch digitalisiert werden.