Der gelungene Lebenslauf


Der gelungene Lebenslauf

Neben dem Anschreiben ist der Lebenslauf der wichtigste Teil einer guten Bewerbung. Es lohnt also, hier ein wenig Mühe zu investieren. Wirklich schwierig ist ein gut gestalteter Lebenslauf nicht, es gilt lediglich einige Regeln zu beachten.

Anschreiben und Lebenslauf

Eine häufig gestellte Frage ist die, was in das Anschreiben und was in den Lebenslauf gehört. Das Anschreiben sollte direkt Bezug auf die Stelle nehmen und erkennen lassen, dass man sich mit dem Unternehmen wie auch der zu besetzenden Position beschäftigt hat. Man sollte begründen, warum man für diese Position geeignet ist. Auch auf für die Tätigkeit relevante persönliche Merkmale sollten erwähnt werden. Es ist natürlich gestattet die eigene Person positiv darzustellen, von wirklichen Lügen sollte man allerdings absehen, diese fallen bei der Arbeit schnell auf und dann kann das berufliche Glück ein jähes Ende finden. Der Lebenslauf ist für viele Personaler die deutlich wichtigere Informationsquelle. Anhand des Werdegangs des Bewerbers lässt sich nämlich sehr viel präziser feststellen, ob der Betreffende geeignet ist und auch in das Unternehmen passt.

In der Kürze liegt die Würze

Grundregel für einen guten Lebenslauf ist, dass er nicht zu lang sein sollte. Als Richtwert hat sich eine Seite (DIN A4) etabliert. Der Hintergrund hierfür ist, dass Personalentscheider bei manchen Stellen hunderte von Bewerbungen erhalten, diese Personen möchten dann natürlich nicht mit epischen Werken konfrontiert werden, sondern mit einem Blick einen Eindruck vom Kandidaten gewinnen.

Überschrift

Eine Überschrift ist zwingend erforderlich. Im schlichtesten Fall wählt man als Überschrift für den Lebenslauf eben einfach „Lebenslauf“. Soll es etwas eindrücklicher sein kann auch der eigene Name verwendet werden.

Das Wichtigste zuerst

Als allererstes gehört in den Lebenslauf selbstverständlich der Name, das Geburtsdatum und der Geburtsort. An dieser Stelle sollten auch die Kontaktdaten, also Wohnadresse, Telefonnummern und Email-Adresse, stehen. Zumindest bei gedruckten Bewerbungen für besser bezahlte Stellen ist es üblich, in der oberen rechten Ecke ein Foto (Passbildgröße oder geringfügig größer) unterzubringen. Wird ein Foto verwendet, sollte es ein seriöses, halbwegs aktuelles Porträt in guter Qualität sein. Der Schnappschuss aus dem letzten Strandurlaub ist also ebenso ungeeignet, wie ein Bild aus dem nächsten Automaten. Handelt es sich um eine besonders wichtige Bewerbung, beispielsweise die erste „echte“ Berufstätigkeit nach dem Studium, sollte man gegebenenfalls auf die Dienste eines professionellen Fotografen zurückgreifen.

Der chronologische Teil

Hier gehören in zeitlicher Abfolge Schulabschlüsse, Ausbildung/Studium und berufliche Tätigkeiten hin. Bei den Schulabschlüssen sollte man sich auf den bzw. die jeweils höchsten beschränken, Ausbildung und Studium jedoch komplett angeben. Immer vollständig müssen der Name und der Ort der jeweiligen Ausbildungsstätte oder des Arbeitgebers angegeben werden. Einen guten Eindruck macht es, wenn bei einem Studienabschluss auch das Thema der Abschlussarbeit erwähnt wird. Bei den beruflichen Positionen ist es sinnvoll in Stichpunkten besondere Merkmale der Tätigkeit aufzuführen.

Bei allem gilt aber: Fasse dich kurz

Statt einer komplett chronologischen Reihenfolge kann man auch eine Untergliederung in Schule/Ausbildung/Studium und beruflicher Werdegang vornehmen. Dies bietet sich an, wenn diese Bereiche zeitlich gut voneinander abgegrenzt sind. Der Vorteil ist in dem Fall eine deutlich bessere Übersichtlichkeit. Vermieden werden sollte aber, dass man zwischen den einzelnen Rubriken „springen“ muss, um einen vollständigen Eindruck vom Werdegang des Bewerbers zu erhalten.

Am Schluss des chronologischen Teils darf auch auf besondere Interessen oder private Aktivitäten hingewiesen werden. Zu beachten ist dabei, dass alles, was dort erwähnt wird, einen Zusammenhang zum gewünschten Job haben sollte.

Wie kreativ darf es werden?

Das große Problem ist oft die sogenannte „Lücke im Lebenslauf“, also Zeiten, für die man keine beruflich relevante Tätigkeit angeben kann. Hier gilt zunächst, dass man (kleinere) Lücken unerwähnt lassen kann. Dringend abgeraten werden muss davon, etwaige Lücken „kreativ“ auffüllen zu wollen. Personalentscheider haben normalerweise ein sehr gutes Gespür dafür, was realistisch ist und was nicht. Der einfache Rat lautet also: Bleibe immer bei der Wahrheit.

Die formale Gestaltung

1. Schriftart und Schriftgröße

Im einfachsten Fall wählt man für den Lebenslauf dieselbe Schriftart wie für das Anschreiben. Möchte man eine andere Schriftart verwenden, ist darauf zu achten, dass diese nicht verschnörkelt oder exotisch ist. Eine gewisse Schlichtheit ist hier Trumpf. Als Richtwert für den Text hat sich Größe 12 etabliert, Überschriften sollten etwas größer und gegebenenfalls auch fett gesetzt werden.

2. Grafische Gestaltung

Der Standard für einen Lebenslauf ist die tabellarische Form. Zeitliche und formale Angaben gehören in die linke Spalte, inhaltliche Angaben sollten in der rechten Spalte stehen. Wichtig ist, dass die Darstellung übersichtlich ist und die wesentlichen Informationen schnell erfasst werden können.

Wer über diese allgemeinen Richtlinien hinaus nach Beispielen und Anregungen sucht, wird im Internet fündig. Eine sehr gute Sammlung bietet sich hier.

3. Farben

Ob man Überschriften farbig absetzt, ist zunächst Geschmackssache. Davon Gebrauch machen sollte aber nur, wer sich ein gewisses Gespür für farbliche Gestaltung zutraut. Allzu plakative oder grelle Farben sollten gemieden werden.

4. Gedruckte Bewerbung

Bei der gedruckten Bewerbung ist zunächst etwas sehr Triviales zu beachten: Der Druck sollte in absolut einwandfreier Qualität sein. Schlieren und Streifen sind ebenso Tabu, wie ausgelaufene oder verwaschene Farben. Wer keinen hochwertigen Drucker sein eigen nennt, greift hier sinnvollerweise auf die Leistung von Copyshops oder ähnlichem zurück. Weniger beachtet wird oft die Qualität des Papiers. Es muss kein handgeschöpftes Büttenpapier sein, aber wirklich sparen sollte man auch nicht.

5. Email

Bei einer Bewerbung via Email bildet das Anschreiben die eigentliche Mail, Lebenslauf (wie auch andere Unterlagen) werden als Anhang hinzugefügt. Hier muss darauf geachtet werden, ein gängiges Dateiformat zu wählen, das alle Formatierungen korrekt darstellen kann. Ein noch so schön gestalteter Lebenslauf nützt nichts, wenn er beim Empfänger als „Zeichensalat“ erscheint. Eine gängige Variante ist das aktuelle Word-Format .docx, das von allen üblichen Textverarbeitungen ausgegeben und dargestellt werden kann. Alternativ kann auch PDF verwendet werden, freie Programme wie LibreOffice oder OpenOffice bieten die Möglichkeit Textdateien als PDF zu exportieren.

Mit diesen Hinweisen sollte ein gut gestalteter Lebenslauf gelingen, falls darüber hinaus noch Beratungsbedarf besteht, bieten sowohl Universitäten als auch die Arbeitsagenturen in vielen Fällen individuelle Hilfe an. Eine ansprechende Bewerbung (inklusive eines ebensolchen Lebenslaufs) macht durchaus einige Stunden Arbeit, erhöht aber die Chancen ungemein. Es lohnt sich also etwas Zeit aufzuwenden.

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