Wissenschaftssprache Englisch


Wissenschaftssprache Englisch

Viele Studenten und Studentinnen kommen im Laufe ihrer Unikarriere an einen Punkt, an dem sie sich entscheiden müssen: Schreibe ich die nächste Arbeit auf Englisch, oder doch lieber auf Deutsch? Soll ich den Kurs belegen, der auf Englisch gehalten wird, oder reichen meine Sprachkenntnisse dafür nicht aus? Es ist wichtig, sich deutlich vor Augen zu halten, was der sprachliche Unterschied zwischen Englisch und Deutsch auf der wissenschaftlichen Ebene ist. Englisch als Wissenschaftssprache ist anders als das Englisch, das du in der Schule gelernt hast. Erfahre hiermit diese Unterschiede und lerne dazu, wie jeder eine wissenschaftliche Arbeit auf Englisch verfassen kann.

Fange an auf Englisch zu schreiben

Auch wenn es dir am Anfang schwerfallen wird: Das Verfassen von englischen Arbeiten wird dir später helfen. Wenn du vorhast, nach deinem Bachelor und Master auch noch zu promovieren, bietet es sich an, jede Gelegenheit zu nutzen, um Arbeiten auf Englisch zu verfassen. Die meisten Doktorarbeiten werden auf Englisch verfasst, und du wirst wahrscheinlich auch Vorträge auf Englisch halten müssen und auf Konferenzen dein Thema deutlich vorstellen. Wenn du im Laufe des Studiums immer wieder eine wissenschaftliche Arbeit auf Englisch verfasst hast, wird die Sprache kein großes Hindernis während der Promotion sein.

Wie ist Englisch als Wissenschaftssprache?

Englisch unterschiedet sich von wissenschaftlichem Englisch in einigen Punkten. Obwohl du das zur Seite legen solltest, was du in der Schule über die englische Sprache gelernt hast, ist Englisch als Wissenschaftssprache natürlich keine völlig andere und neue Sprache.

  • Das wissenschaftliche Englisch benutzt so gut wie keine Personalpronomen. So schreibt man auf Englisch eher „one“ anstatt „I“ oder „we“.
  • Außerdem wird im wissenschaftlichen Englisch keine doppelte Negation verwendet. Während es im gesprochenen und unwissenschaftlichen Englisch vollkommen in Ordnung ist zu sagen „the cause is not uncommon“, wird man diese Form in wissenschaftlichen Arbeiten nicht finden. „The cause is quite common“ wird dagegen öfter zu finden sein.
  • Vermeide es, beim Schreiben auf Englisch die Wörter zu verkürzen. In der normalen Schriftsprache ist es akzeptiert, „don‘t“ oder „doesn‘t“ zu schreiben. Verwende beim wissenschaftlichen Schreiben lieber die langen Formen „do not“ und „does not“. Das zeugt von einem sicheren Schreibstil.
  • In der wissenschaftlichen Sprache ist es im Englischen besonders wichtig, keine leeren Aussagen zu treffen oder die Seiten mit Unwichtigem zu füllen. Englische Arbeiten sind oft kürzer als Deutsche. Dafür sind die Informationen, die vermittelt werden, aber alle brauchbar und interessant. Vermeide Phrasen wie „as already stated“. Menschen, die deine Arbeit lesen, werden das auch von selbst merken. Diese Aussagen sind im Englischen unnötig und werden deshalb weggelassen.

Es gibt hilfreiche Nachschlagewerke, die dir die Arbeit auf Englisch erleichtern. So gibt es zum Beispiel von Langenscheidt ein Wörterbuch für „Scientific English“, in dem du Begriffe nachschlagen kannst und das dir hilft, deine Arbeit in gutem wissenschaftlichen Englisch zu verfassen.

Englisch vs. Deutsch als Wissenschaftssprache

Die Sprachen Englisch und Deutsch unterscheiden sich in vielen Punkten. In der Wissenschaft ist auch der Stil und Ausdrucksweise der beiden Sprachen ein völlig unterschiedlicher.

  • Während wissenschaftliche Arbeiten auf Deutsch im Passiv geschrieben werden, benutzt man im Englisch das Aktiv. Das ist ein bedeutender Unterschied, der englische Leser schnell stutzig werden lassen kann.
  • Im Englischen verwendet man beim wissenschaftlichen Schreiben außerdem viele Verben, während im Deutschen der Nominalstil bevorzugt wird. In deutschen Arbeiten ist die Ausdrucksweise meistens kompliziert.
  • Deutsche Wissenschaftler benutzen häufig lange Schachtelsätze, die erst beim zweiten Lesen verstanden werden. Englische Verfasser solcher Arbeiten halten sich an eine völlig andere Regel: KISS (Keep It Short and Simple). Sie verwenden eher einen einfachen Sprachstil und kurze, präzise Sätze, die leicht zu verstehen sind. Während man wissenschaftliche Arbeiten auf Englisch oft gut und auf Anhieb leicht verstehen kann, finden Deutsche diese Schreibweise oft zu unwissenschaftlich.
  • Während wissenschaftliche Arbeiten auf Deutsch oft langweilig und einschläfernd wirken, sind wissenschaftliche Arbeiten auf Englisch eher spannend formuliert. Der Leser soll das Gefühl bekommen, dass dieses Thema so mitreißend ist und er den Inhalt vom Text sofort weiterverwenden möchte.
  • Im Deutschen werden oft viele Fremdwörter benutzt, während das Englisch sich vorwiegend Synonyme bedient. Ein Wörterbuch für Synonyme oder ein Wörterbuch für deutsch-englisch kann Ihnen helfen, die richtigen Ausdrücke zu verwenden.

Wie schwer ist wissenschaftliches Schreiben auf Englisch?

Obwohl Englisch als Wissenschaftssprache deutlich anders ist als das Englisch, das du in der Schule gelernt hast, musst du oft nur einige Regeln im Kopf behalten, während du eine Arbeit auf Englisch verfasst. Vergesse, was du für das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten auf Deutsch gelernt hast. Wie oben erwähnt, nutzt das wissenschaftliche Englisch deutlich andere Regeln als das Deutsche.

Oft ist es fast schon einfacher, wissenschaftliche Arbeiten auf Englisch zu verfassen. Je nach Fachgebiet ist ein Großteil der Fachliteratur auf Englisch, so dass es leichter fällt, seine eigene Arbeit auf derselben Sprache zu schreiben. Du musst nicht umdenken und zwischen den Sprachen hin und her wechseln, wenn sie die Quellen für deine Arbeit auf Englisch lesen, und die Arbeit dann in derselben Sprache verfassen. Für viele ist dieses ein entscheidender Vorteil.

Da wissenschaftliche Arbeiten auf Englisch oft kürzer und prägnanter geschrieben sind, fällt es vielen Studenten leichter, die behandelten Themen zu verstehen und zu verarbeiten. So wird es dir auf beim Verfassen einer englischen Arbeit gehen. Du wirst sehen: Wenn es akzeptiert ist, eine einfachere Sprache zu verwenden, werden sich die Gedanken in deinem Kopf auch schneller ordnen und es wird dir leichter fallen, diese Gedanken auf Papier zu bringen.

Englisch für deine Zukunft

Wenn du eine Karriere an der Uni anstrebst, oder in einem internationalen Unternehmen arbeiten möchtest, lohnt es sich, den Sprung ins kalte Wasser so früh wie möglich zu wagen. Viele deiner zukünftigen Kollegen werden mühsam neben der Arbeit Kurse für wissenschaftliches Englisch belegen müssen, während du schon viel Erfahrung in dem Bereich haben wirst und solche Kurse nicht brauchen wirst. Überlege deshalb während des Studiums nicht lange, wenn du vor die Entscheidung gestellt wirst, ob du den nächsten Kurs auf Englisch belegen willst und eine wissenschaftliche Arbeit in der Sprache verfassen willst: Es wird dir in der bevorstehenden Zukunft nur helfen, wenn du früh genug damit beginnst.

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