Die Wahl der richtigen Universität


Die Wahl der richtigen Universität

Ist die Wahl des gewünschten Studiums abgeschlossen, folgt natürlich die Frage, an welcher Universität man sich bewerben soll. Hier gibt es keine allgemeinen Regeln, aber ein paar vorherige Überlegungen erleichtern das weiter Vorgehen. Grundsätzlich sollte die Orientierung auf einen bestimmten Studiengang der Orientierung auf eine Universität oder Studienort vorangehen.

Die klassische Universität

Die erste Anlaufstelle bei der Suche nach einem Studienplatz ist vielfach die klassische Universität, häufig auch Volluniversität genannt. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie den akademischen Bereich vollständig abdeckt. Wer Medizin, Veterinärmedizin oder Jura studieren möchte, wird sich hier orientieren müssen. Auch für andere Studenten kann das breite Angebot der dortigen Veranstaltungen sehr attraktiv sein, bietet es doch die Möglichkeit auch fachfremd in andere Bereiche „hinein zu schnuppern“ und so den eigenen Horizont zu erweitern. Nicht unterschätzt werden sollte auch, dass viele dieser Universitäten eine lange Tradition haben und einen (auch international) guten Ruf genießen.

Klar sollte aber auch sein, dass diese Ausbildungsstätten in aller Regel sehr groß sind, es studieren zum Teil mehrere zehntausend Studenten. Man sollte sich also darauf einstellen, sich am Anfang an den dortigen Massenbetrieb und die damit verbundene Anonymität gewöhnen zu müssen.

Fachhochschulen und Universitäten

Der wesentliche Unterschied zwischen Universitäten und Fachhochschulen liegt in der Schwerpunktbildung und im Fachangebot. Fachhochschulen sind meistens stärker praxisorientiert und sollen auf einen möglichst zügigen, reibungslosen Berufseinstieg vorbereiten. Das Angebot der Universitäten ist dagegen stärker theoretisch geprägt. Auch findet an Universitäten erheblich mehr Forschung statt, während Fachhochschulen stärker als Bildungseinrichtungen konzipiert sind.

Was das Fächerangebot betrifft unterscheiden sich Universitäten und Fachhochschulen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich kaum. Anders sieht es beim sonstigen Fächerangebot aus. Die klassischen Fächer (Philologien, Medizin, Jura, Lehramt) sind immer noch eine Domäne der Universitäten, wird dagegen ein Studium angestrebt, dass auf einen spezifischen Beruf vorbereitet, sind Fachhochschulen oft die bessere Wahl. Die Akzeptanz der Abschlüsse durch Arbeitgeber unterscheidet sich kaum noch. Wesentlicher sind dafür Abschlussnote, der genaue Studiengang und gegebenenfalls auch das Thema der Abschlussarbeit.

Eine Ausnahme bildet die Laufbahn im akademischen Betrieb: Wer eine Karriere im Forschungsbereich anstrebt, ist nach wie vor an einer Universität besser aufgehoben als an einer Fachhochschule. Abschließend bleibt anzumerken, dass Fachhochschulen in der Regel deutlich kleiner sind und der ganze Betrieb etwas überschaubarer ist. Wem an einer eher „familiären“ Atmosphäre gelegen ist, ist dort also oft besser aufgehoben.

Fernstudium

Ein Sonderfall stellt das Fernstudium dar. Hier wird von zu Hause aus im Selbststudium gelernt, die jeweiligen Materialien werden (in digitaler Form oder auch ganz altmodisch per Post) zugesandt. Mündliche Prüfungen wie auch Klausuren finden im Allgemeinen wohnortnah in sogenannten Prüfungszentren statt. Vorteilhaft ist bei einem Fernstudium, dass vom bisherigen Wohnort aus studiert werden kann. Wohnungssuche, Umzug und damit verbundene Anstrengungen können also unterbleiben. Auch bietet ein Fernstudium eine viel höhere zeitliche Flexibilität als ein klassisches Studium und ist dadurch gut als berufsbegleitendes Studium geeignet.

Zu beachten ist allerdings, dass diese Art Studium ein hohes Maß an Selbstdisziplin und selbständigem Arbeiten erfordert. Besonders geeignet ist ein Fernstudium für Personen, die bereits ein erstes Studium absolviert haben und über eine realistische Einschätzung des eigenen Arbeitsstils und Leistungsvermögens verfügen. Der bekannteste Anbieter von Fernstudiengängen ist die Fernuniversität Hagen. Mittlerweile bieten aber auch viele andere Universitäten und Fachhochschulen für einzelnen Studiengänge diese Art des Studiums an.

Private versus staatliche Hochschulen

Neben den regulären staatlichen Hochschulen existiert eine ganze Reihe privater Universitäten. Diese werben häufig mit besonders guten Studienbedingungen, also kleinen Teilnehmerzahlen bei den Veranstaltungen, einer zuverlässigen Betreuung und einer sehr guten Ausstattung.

Private Universitäten erheben in der Regel, zum Teil sehr hohe, Gebühren. Es sollte also genau geprüft werden, ob man sich das für ein komplettes Studium leisten kann und will. Ebenfalls genauere Beachtung sollte die Frage finden, ob an diesen Hochschulen allgemein anerkannte Abschlüsse vergeben werden. Bei weitem nicht alles, was einen klangvollen Namen trägt, ist für die spätere berufliche Entwicklung tatsächlich hilfreich. Es sollte also unbedingt sichergestellt werden, dass man einen Abschluss erwirbt, der den Abschlüssen der staatlichen Universitäten gleichwertig ist.

Rankings der Universitäten

Eine gut zugängliche und leicht zu nutzende Hilfe bieten die im Netz verfügbaren Rankings der Universitäten und Fachhochschulen (ein Ranking mit sehr gutem Ruf ist das der Wochenzeitschrift „Die Zeit“. Bedacht werden sollte dabei, dass diese nach sehr unterschiedlichen Standards operieren, als erster Anhaltspunkt sind sie gut geeignet, zum entscheidenden Faktor sollte man sie aber nicht machen. Unter vielen sollen Eliteuniversitäten in Betracht gezogen werden.

Praktische Überlegungen

Neben den Überlegungen zum Studium selbst gibt es natürlich noch einige praktische Erwägungen. Mit der Aufnahme eines Studiums ist in vielen Fällen auch ein Wohnortwechsel verbunden, es sollten also auch hier einige Überlegungen in Betracht gezogen werden.

1. Wohnort

Es ist durchaus legitim, die Wahl der Universität mit der Wahl eines attraktiven Wohnorts zu verknüpfen. Bedenke jedoch, dass du in deinem Leben vermutlich noch häufiger die Möglichkeit hast, deinen Wohnort zu wechseln, die Entscheidung für eine Universität oder Fachhochschule „verfolgt“ dich dagegen vermutlich sehr viel länger.

2. Wohnungsmarkt

Erkundige dich rechtzeitig am Ort deiner Wunschuniversität nach der dortigen Lage auf dem Wohnungsmarkt. Erste Eindrücke bieten die einschlägigen Immobilienportale im Internet. Auch die jeweiligen Studentenwerke der Hochschulen stellen oft Informationen zur Verfügung. Über diese werden auch Plätze in den Studentenwohnheimen vermittelt, eine Möglichkeit, die man gerade in den Ballungsräumen mit problematischem Wohnungsmarkt in Betracht ziehen sollte.

Treffe richtige Wahl!

Die Wahl der passenden Universität ist eine durchaus komplexe Angelegenheit und in diesem kurzen Text konnten natürlich nur einige Anregungen gegeben werden. Es lohnt bei der Suche nach einer angemessenen Ausbildungsstätte Zeit und Sorgfalt zu investieren. Das spart im weiteren Verlauf unter Umständen viel Aufregung. Zur Beruhigung sei aber gesagt, dass das System aus Bachelor und Master einen Wechsel der Universität relativ leicht macht, sollte als eine wirklich unglückliche Wahl getroffen worden sein, lässt sich dies auch noch während des Studiums korrigieren.

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