Englischsprachige Bachelorarbeit ohne Wörterbuch


Englischsprachige Bachelorarbeit ohne Wörterbuch

Bis vor wenigen Jahren wurden Studiengänge mit einer Diplomarbeit oder einem Magister beendet. Mit der sogenannten Bologna-Reform wurde dieses System auf getrennte Studiengänge für Bachelor und Master umgestellt. Zwar bieten immer noch einige Hochschulen die traditionellen Abschlüsse an, wirklich empfehlenswert ist dies jedoch nicht mehr, da diese Studiengänge auslaufen. Das System aus Master und Bachelor hat sich hingegen nicht nur seit Jahrzehnten im englischsprachigen Raum bewährt, sondern bietet auch eine sehr hohe internationale Akzeptanz der Abschlüsse. So kannst du eine englischsprachige Bachelorarbeit verfassen .

Warum also die Bachelorarbeit nicht gleich auf Englisch schreiben?

Mit einer englischsprachigen Bachelorarbeit (dieses gilt natürlich auch für die weiterführende Masterarbeit) lässt sich nicht nur die internationale Anerkennung des eigenen Abschlusses steigern, sondern auch viele deutsche Unternehmen bewerten eine derartige Leistung überaus positiv. Erfreulicherweise bieten viele deutsche Universitäten diese Möglichkeit an, sollte der Wunsch nach englischen Abschlussarbeit bereits vor Studienbeginn feststehen, ist es natürlich naheliegend, bei der Universität vorab Erkundigungen einzuholen.

Wichtige Hinweise für eine englischsprachige Bachelorarbeit

Bevor jetzt allerdings ob dieser Möglichkeiten die Euphorie einsetzt, sollten einige Dinge unbedingt beachtet werden:

  • Überschätze dein Schulenglisch nicht. Auch wenn Englisch vielleicht ein Lieblingsfach mit guten Leistungen war, ist der schulische Wissenstand in vielen Fällen für eine wissenschaftliche Arbeit nicht ausreichend.
  • Ideal ist es, wenn bereits vorher eine Seminararbeit auf Englisch geschrieben und mit guten Noten bewertet wurde.
  • Dringend eingeplant werden sollte, dass eine fremdsprachige Arbeit fast immer einen höheren Zeitaufwand mit sich bringt. Auch hier kann eine vorherige Seminararbeit gute Anhaltspunkte liefern.
  • Suche rechtzeitig das Gespräch mit dem betreuenden Professor. Nicht für jedes Fachgebiet ist eine englischsprachige Arbeit sinnvoll. Als Faustregel kann gelten: Liegen die zu verwendenden Quellen überwiegend auf Englisch vor (wie es beispielsweise in Informatik oder der BWL oft der Fall ist), bietet sich eine englischsprachige Arbeit an. Schreibt man hingegen zu einem Thema mit starkem Bezug zu Deutschland (beispielsweise in der Germanistik oder in Jura), sollte vorab genau geprüft werden.

Die Bachelorarbeit

Grundsätzlich gilt, dass auch für eine englischsprachige Bachelorarbeit dieselben Kriterien zu erfüllen sind wie für eine deutschsprachige Arbeit: Schlüssige Thesis, sauber recherchierte Quellen und natürlich korrektes Zitieren. Die Arbeit muss selbstverständlich auch eigenständig erbracht sein.

Ein Hinweis am Rande: Man sollte ein eng begrenztes Thema wählen, eine Bachelorarbeit ist keine Dissertation, es werden keine wissenschaftlichen Forschungsleistungen erwartet.

Ob für eine englischsprachige Arbeit dieselben formalen Anforderungen gelten wie für deutschsprachige Arbeiten, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, da dies von Universität zu Universität unterschiedlich ist. Hier hilft ein Blick in die entsprechende Prüfungsordnung. Viele Universitäten vergeben bei der Bewertung Extrapunkte für fremdsprachige Arbeiten, allerdings nur, wenn neben der inhaltlichen auch die sprachliche Qualität stimmt, es ist also angeraten hierfür ein gewisses Zeitpolster einzuplanen.

Gleich auf Englisch schreiben

Auch muss vorab die Entscheidung getroffen werden, ob Britisches oder Amerikanisches Englisch genutzt werden soll, es gilt als ziemlich schlechter Stil, diese beiden Varianten zu mischen. Als sinnvoll hat es sich erwiesen, bereits bei den Vorarbeiten, Notizen, Zusammenfassungen oder Entwürfen, Englisch als Sprache zu verwenden. Man „wächst“ auf diese Weise sozusagen in den englischen Abschlusstext hinein, was die Arbeit sehr erleichtert.

Unbedingt vermieden werden sollte die Arbeit auf Deutsch vorzuschreiben und sie dann nach Englisch zu übersetzten. Mit dieser Vorgehensweise ist es praktisch sicher, dass spezifische Merkmale der deutschen Sprache in den Text hineingetragen werden. Diese Fehler lassen sich später nur mit erheblichem Aufwand aus dem Text entfernen und machen möglicherweise für einzelne Abschnitte eine vollständige Überarbeitung nötig. An vielen Universitäten gibt es von den studentischen Studienberatungen organisierte Gruppen, in denen man sich über die spezifischen Herausforderungen einer englischsprachigen Abschlussarbeit austauschen kann. Die Teilnahme an einer solchen Gruppe ist dringend empfohlen.

Hilfsmittel für deine englischsprachige Bachelorarbeit

  • Notwendig ist selbstverständlich ein gutes zweisprachiges Wörterbuch (am besten von einem namhaften Verlag wie Langenscheidt oder Pons), des Weiteren wird ein Fachwörterbuch benötigt. Auch ein gutes einsprachiges Wörterbuch sollte nicht fehlen, die dortigen Beispielsätze bieten oft wertvolle Hilfestellung bei stilistischen Fragen. Abgeraten werden muss von den meisten im Internet kostenlos verfügbaren Angeboten, hier hat man es oft mit einer sehr stark schwankenden Qualität zu tun. Wer das Projekt sehr professionell angehen möchte, dem sei für Amerikanisches Englisch das „Chicago Style Manual“ ans Herz gelegt, das ist Referenz für wissenschaftliche und diskursive Texte im Amerikanischen Englisch.
  • Benutzt wird für die Arbeit natürlich ein Computer (eine Selbstverständlichkeit, die man sich kaum traut hinzuschreiben), hier ist es sinnvoll, in der benutzten Textverarbeitung die englische Rechtschreibprüfung zu installieren und als Standard einzustellen. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Wer sich unnötigen Stress ersparen will, nutzt für eine Abschlussarbeit nach Möglichkeit kein neues, frisch gekauftes System, sondern verwendet ein System, mit dem schon mehrere Monate Erfahrung besteht.

Lektorat und Korrektorat

Hier muss sorgfältig zwischen Korrektor und Lektor unterschieden werden.

Ein Korrektor überprüft und korrigiert den Text bezüglich orthografischer, typografischer und grammatischer Fehler, eine weitere Einflussnahme findet nicht statt. Der Einsatz eines solchen Dienstes ist nicht nur erlaubt, sondern im Fall einer englischsprachigen Arbeit auch deutlich geboten. Man sollte dazu auf einen Muttersprachler zurückgreifen, über Kenntnisse des Fachgebiets muss dieser aber nicht verfügen. Gute Korrektoren sind nicht billig, man sollte aber bedenken, dass man das Ergebnis einer Abschlussarbeit möglicherweise durch sein komplettes Berufsleben trägt und hier auf ausgeprägte Sparsamkeit verzichten.

Ein Lektor hingegen nimmt sehr viel weitergehender Einfluss auf den Text, er korrigiert Stil, Textgestaltung und unter Umständen auch den inhaltlichen Aufbau des Textes. Das klingt zunächst mal verlockend, kann aber problematisch werden. Bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten ist zwingend eine eigenständige Leistung gefordert, der Einsatz eines Lektors birgt die Gefahr mit dieser Forderung in Konflikt zu kommen. Bei Unklarheiten ist hier auf alle Fälle Rücksprache mit dem betreuenden Professor geboten. Sollte ein Lektor beschäftigt werden, gilt, dass dieser Muttersprachler sein sollte und über entsprechende Kenntnisse des Fachgebiets verfügen sollte. Auch gute Lektoren sind nicht billig, wer diese Leistung in Anspruch nehmen kann (und darf), sollte ein passendes Budget einplanen.

Kurz und knapp: Eine englischsprachige Abschlussarbeit bietet viele Chancen und ist gerade in den naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen zunehmend Standard. Man sollte allerdings vorschnelle Entscheidungen meiden und, sehr wichtig, von den verfügbaren Beratungsangeboten Gebrauch machen. Hoffentlich bietet diese kleine Handreichung schon einen Einstieg in die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche englischsprachige Bachelorarbeit.

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