Mehr Spaß an der Gruppenarbeit


Mehr Spaß an der Gruppenarbeit

Gruppenarbeiten sind an der Uni dein tägliches Brot. Sie dienen dazu die Teamfähigkeit, eine wichtige zu den Soft Skills gehörende Eigenschaft, die im späteren Berufsleben absolut gefragt ist, zu schulen. Nicht immer erhalten Studenten an der Uni von ihren Dozenten Empfehlungen zur Gruppenarbeit. In diesem Artikel erhältst du die Tipps für deine Gruppenarbeit, damit alles reibungslos und mit mehr Vergnügen verläuft.

Lege bestimmte Fristen der Gruppenarbeit fest

Damit man den Überblick behält und nicht erst zu spät auf Mängel stößt, ist es ratsam bestimmte Fristen festzulegen, die für alle Gruppenmitglieder verbindlich sind. So kann alles am Ende noch einmal geprüft und bei Bedarf überarbeitet werden. Achte auf eine fristgerechte Bearbeitung deines Aufgabenteils und sei immer perfekt vorbereitet!

  • Immer dann, wenn sich die Gruppe trifft, geht es darum, dass jeder seine eigenen Ergebnisse bzw. Zusammenfassungen präsentiert. Im gemeinsamen Austausch erfahren die einzelnen Gruppenmitglieder, wo bei dir selbst jeweils noch Nachholbedarf besteht. Damit du in diesem Vergleich gut abschneiden, empfiehlt es sich, sich sehr gut auf das Treffen vorzubereiten. Hast du dir einen guten Überblick über die Forschungsliteratur verschafft und die wichtigsten Aufsätze bereits gelesen?
  • Hast du eine Übersicht über dein jeweiliges Thema erstellt?

Überschneidungen vermeiden

In den Gruppentreffen oder aber auch per E-Mail kann verglichen werden, welche Begriffe von welchen Gruppenmitgliedern definiert, welche Teilbereiche behandelt und welche Informationen präsentiert werden. So kannst du die Überschneidungen vermeiden. Denn nichts wirkt unprofessioneller, als wenn innerhalb eines Gruppenreferats ein und derselbe Begriff wiederholt definiert wird. Ausnahme: Es können Unterschiede zwischen den einzelnen Definitionen dargestellt werden.

Aufteilung einzelner Rollen – Referenten und Moderator

  • Normalerweise wird jedem Gruppenmitglied ein Themenbereich oder ein Teilthema zugewiesen. Entsteht zu dem jeweiligen Thema eine Diskussion, ist der jeweilige Referent für die Moderation der Diskussion zuständig.
  • Wer gern redet, kann sich auch dazu bereit erklären den Gruppenvortrag zu moderieren und das Ergebnis zu präsentieren.

Überleitungen einbauen

Im optimalen Fall sollten die Übergänge von einem Teilreferat zum anderen fließend sein. Besonders gut vorbereitet wirkt ein Gruppenreferat, wenn es gut gewählte Übergänge zwischen den einzelnen Teilreferaten gibt.

Notfälle in der Gruppenarbeit – Was tun wenn…

Was kannst du tun, wenn ein Mitglied der Gruppe nicht zu dem Treffen erscheint? Du kannst deinem Dozenten erklären, dass eine bestimmte Person nicht zu dem Treffen erschienen ist bzw. sich nicht an den Vorbereitungen für das Referat beteiligt hat. Was kannst du tun, wenn du eine Person aus deiner Gruppe absolut nicht magst?

  • Im Normalfall werden Gruppenarbeiten an der Uni in einzelne Teile aufgeteilt. Du wirst dann kaum etwas mit diesem Gruppenmitglied zu tun haben, da jeder den ihn betreffenden Teil des Handouts formuliert und seinen Referat-Teil alleine vorträgt.
  • Wenn du jedoch direkt mit diesem unsympathischen Gruppenmitglied zusammenarbeiten musst, versuche das Beste daraus zu machen. Ist die Person ohne Grund besonders unfreundlich oder fängt wegen Kleinigkeiten eine Diskussion an, kannst du sie darauf ansprechen.
  • Eckt eine Person der Gruppe mit seinem oder ihrem Verhalten permanent an und ändert sich nicht, kann die Person – aber bitte nur im absoluten Notfall – auch aus der Gruppe geworfen werden. In diesem Fall ist es ratsam ein Gespräch mit dem Dozenten zu führen.

Was tut man, wenn sich zwei Mitglieder der Gruppe nicht einigen können?

  • Bei Aufteilung des zu bearbeitenden Themenbereichs hat jedes Gruppenmitglied einen Teilbereich, welchen sie alleine bearbeitet. Für diesen Teilbereich kann die Person selbst entscheiden, wie sie am besten vorgeht.
  • Derjenige, der das Handout gestaltet, sollte für alle Teile eine einheitliche Formatierung vornehmen. Es kann vereinbart werden, dass der „Handoutdesigner“ für die ordentliche Darstellung aller Teile verantwortlich ist.
  • Wenn der Streit der Gruppenmitglieder bereits bei der Aufteilung der Einzelthemen entbrennt, kannst du im Notfall das Los entscheiden lassen. Normalerweise sollte jedes Gruppenmitglied das Einzelthema übernehmen, mit welchem es sich am wohlsten fühlt.

Ein Mitglied aus der Gruppe ist am Tag des Referats krank

Sollte ein Mitglied der Gruppe am Tag des Vortrags krankheitsbedingt abwesend sein, so hast du den Teil des jeweiligen Mitglieds auf dem Handout. Freilich kann in den meisten Fällen keine andere Person den Vortrag des erkrankten Mitglieds übernehmen, doch die Zusammenfassung auf dem Handout sowie deren Literaturhinweise kann den übrigen Studenten dabei helfen sich das jeweilige Thema eigenständig zu erarbeiten.

Die Vorteile von Gruppenarbeiten an der Uni

  • Im Rahmen der Gruppenarbeiten an der Uni hat man Gelegenheit die eigene Teamfähigkeit auszubauen.
  • Nicht selten entstehen bei einer Gruppenarbeit echte Freundschaften.
  • Beim Vortrag des Referats bist du nicht ganz so alleine. Verliert sich ein Gruppenmitglied beim Vortrag des Referats in Details oder weiß nicht mehr weiter, kann ein anderes Gruppenmitglied einlenken.

Die Nachteile von Gruppenarbeiten

  • Nicht immer sind sich alle sympathisch. Man muss versuchen mit allen klarzukommen. In einer Gruppe können Selbstdarsteller, egoistische Einzelkämpfer oder auch besonders schüchterne Personen dabei sein.
  • In jeder Gruppe gibt es fleißigere und faulere Mitglieder. Im schlimmsten Fall bleibt der Großteil der Arbeit an einem Mitglied hängen.
  • Die einzelnen Mitglieder einer Gruppe besitzen individuelle Begabungen und unterschiedliche Stärken und Schwächen. Im Rahmen der Gruppenarbeit kommt es darauf an die jeweiligen Stärken und Begabungen der einzelnen Gruppenmitglieder zu nutzen. Häufig ist jedoch nicht genug Zeit vorhanden, um herauszufinden, welches Gruppenmitglied für welchen Teilbereich am besten geeignet ist.
  • Manchmal erhält die Gruppe als Ganzes eine Note. Dabei fühlt sich manch einer benachteiligt, vor allem dann, wenn er die schlechteren Leistungen der anderen Gruppenmitglieder ausbaden muss.
  • Die soziale Kompetenz mancher Gruppenmitglieder mag schlecht ausgeprägt sein. Auch kann es passieren, dass man mit fachlich sehr schwachen Personen zusammenarbeiten muss.
  • Besteht die Gruppe aus zu vielen Mitgliedern, kann die allgemeine Motivation sinken, da viele Mitglieder der Gruppe denken, die anderen würden die Aufgabe schon machen. Wichtig ist es deshalb, die Aufgabenbereiche innerhalb einer Gruppe gut aufzuteilen. So kann sich keiner darauf verlassen, die anderen Gruppenmitglieder würden den eigenen Aufgabenbereich übernehmen.

Die Lerngruppe – zusammen lernt es sich leichter

Manchmal entsteht aus einer Referat-Gruppe auch eine Lerngruppe. Da man sich beim Lernen in einer Gruppe allerdings weniger gut konzentrieren kann, sollte sich jedes Gruppenmitglied zu Hause noch einmal hinsetzen und einzelne Teile des Lernstoffes richtig durchpauken. Lerngruppen eignen sich auch sehr gut für die Vorbereitung auf die Klausuren.

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