Wie kann man Mobbing im Studium vermeiden?


Wie kann man Mobbing im Studium vermeiden?
Der Begriff Mobbing beschreibt negative Handlungen und Anfeindungen, die gegen eine Person oder eine Gruppe gerichtet sind. Häufig kommen diese wiederholt vor und gehen ebenfalls von einer Person oder einer Gruppe aus. 
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Wie sich Mobbing im Studium zeigt

Zur heutigen Zeit wird Psychoterror in der Schule, an der Uni oder am Arbeitsplatz als Mobbing bezeichnet. Leider lässt sich das Verhaltensmuster überall dort finden, wo Menschen aufeinandertreffen. Mitunter auch im privaten Bereich.

Mobbing kann sich unterschiedlich äußern und dennoch führt es prinzipiell zu demselben Ergebnis, den Betroffenen zu erniedrigen, beleidigen und psychisch zu schädigen. Auch an den Hochschulen kommt dieses Übel immer wieder an das Tageslicht. Doch, welche Merkmale besitzt Mobbing im Studium und was kann man selbst dagegen tun?

Um gegen Mobbing im Studium effektiv etwas tun zu können, sind Infos vorab besonders hilfreich. Nur, wenn Mobbing auch als solches erkannt wird, können konkrete Maßnahmen folgen. Es ist schließlich stets der Fall, dass sich Mobbing niemand gefallen lassen muss. Das "Aushalten" ist daher nicht die Lösung schlechthin, sondern die kränkenden, sinnlosen, aggressiven und herabwürdigenden Anfeindungen gehören aus dem Studium gestrichen. Wer eine Situation als Mobbing identifizieren kann, ist bereits auf dem richtigen Pfad, auch wenn die Erkenntnis nicht erfreulich sein mag

Mobbing stammt aus dem Englischen. Es leitet sich von dem Wort "Mob" ab und bedeutet mitunter; lärmend über jemanden herfallen. Weitere Definitionen sind möglich. Der Begriff geht ursprünglich auf das Verhalten von aggressiven Tieren und die Verhaltensforschung zurück. 


Warum ein Mensch gemobbt wird 

Psychoterror hat viele Gesichter und entsteht aus Lügen, Sadismus, Täuschungen, Intrigen oder Schikanen. Die Attacken richten sich zum Beispiel gegen die Position, ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal, ein Handycap, gegen die Religion, Herkunft oder eine Lebensweise. Nun kommt schnell die Frage auf, warum geht ein Mensch derart mit einem Mitmenschen um? Diese Frage ist einfach zu beantworten. Nämlich deshalb, um sich unbewusst oder bewusst Vorteile zu verschaffen oder sich über das Verhalten zu profilieren. 

Menschen in leitenden Positionen sind besonders am Mobbing beteiligt. Laut einer Statistik, sind 37 % aller bekannten Mobbing-Vorfälle durch Vorgesetzte entstanden. Doch auch unter Studierenden oder Schülern ist Psychoterror keine Seltenheit. Das sogenannte "Geschwätz" hinter dem Rücken steht manchmal so gut wie an der Tagesordnung und zudem auch auf dem Siegerpodest. Daher ist das Reden hinter dem Rücken das Mobbinggeschehen.


Folgen von Mobbing-Attacken

Das systematische Schikanieren und Diskriminieren ist auch in Universitäten und Hochschulen ein Thema. Die Folgen für die Opfer können gravierend sein und hängen besonders von der Intensität und der Dauer der Attacken ab. Selbstzweifel, Denkblockaden, Konzentrationsstörungen und Angstzustände können die Folgen von Mobbing sein. Halten die Attacken an oder verschlimmert sich zunehmend, können sich solche Anfeindungen auf die Gesundheit auswirken und bis hin zu Depressionen führen. Die Folgen zeigen sich durchaus in einer schlechten Laune des Mobbing-Opfers sowie einer überempfindlichen und gereizten Stimmungslage. 


Was man selbst gegen Psychoterror tun kann

Mobbing im Studium muss sich niemand gefallen lassen! Ausweglos ist diese Situation nicht, auch wenn sie erst einmal so erscheint. Bestimmte Vorgehensweisen haben sich bewährt und sagen den angriffslustigen, gemeinen und hinterhältigen Angriffen das Aus an. 
 
  1. Eine klare Zurückweisung ist angemessen. Der oder die Täter sollen deutlich verstehen, dass das Verhalten unterlassen werden soll. Belästigungen gehören daher nicht ignoriert, sondern angegangen. Das sagt aus, dass ein offensives Handeln das Mittel der Wahl ist. Mobbing-Opfer müssen nicht in der Lage verharren, sondern können sich verbal stellen und den Tätern sozusagen "vor den Kopf stoßen".
  2. Dokumentation der Mobbing-Vorfällen. Notizen sind immer hilfreich und auch bei Mobbing. Die Aufschriebe machen die Sachlage deutlich und können als Beweismittel einstehen. Datum, Ort und die Uhrzeit machen die Vorfälle zudem nachweisbar und konkretisieren die Vorfälle. 
  3. Mit einer Person des Vertrauens reden. Mobbing-Situationen im Studium muss niemand alleine durchstehen. Allein das Reden erleichtert oft schon das unwohle Gefühl im Bauch. Daher ist es immer gut, das Ganze mit einer Vertrauensperson zu besprechen.  
  4. Anlaufstellen der Universitäten bieten Beratungsgespräche an. Ein solches Gespräch kommt nicht in den Umlauf der Uni, denn alles läuft vertraulich und unter Schweigepflicht ab. Daraus kommen verschiedene Möglichkeiten hervor. Neben Ratschlägen kann auch eine offizielle Beschwerde nach § 13 AGG erfolgen. 
Mobbing einfach hinzunehmen, zu tolerieren und womöglich noch das eigene Studium und die Gesundheit zu gefährden, steht vollkommen außer Frage. Mobbing benötigt keine Akzeptanz, sondern es gibt zielgerichtete Möglichkeiten, um die ungute Tatsache zu unterbinden. 
Anfragen

Mobbing-Opfer können Hilfe in Anspruch nehmen

Mobbing-Opfer sind nicht selten lange genug stark und beißen sprichwörtlich auf die Zähne. Stark sein heißt auch, Maßnahmen in die Wege zu leiten, die notwendig sind. Ein Studiengang ist oft mit viel lernen verbunden und ein wesentlicher Wegweiser. Mobbing ist störend, Mobbing blockiert und schränkt ein. Es ist ein Verhalten von Menschen, was nicht Bestandteil eines Studiums sein darf. Der erste Schritt gegen Psychoterror mag ungewohnt sein, führt dennoch aus dem Teufelskreis hinaus. 

Universitäten lassen ihre Studenten mit Mobbing nicht im Regen stehen. Wer auf den ersten Blick keine geeignete Anlaufstelle finden kann, wendet sich ganz einfach an die Studentenberatung. Auch das Gespräch mit anderen Studenten macht die Situation leichter. Es ist grundsätzlich immer hilfreich, eine neutrale Person mit in das Boot zu holen. Diese kann die Thematik aus einer anderen Sichtweise angehen und womöglich direkt geeignete Maßnahmen nennen. 


Dienstvereinbarung für Uni-Beschäftigte

Eine Dienstvereinbarung der Universitäten steht für ein kollegiales Miteinander. Bei aufkommenden Mobbing-Vorfällen sichert eine solche Vereinbarung, sich effektiv für ein gutes Arbeitsklima einzusetzen. Dabei verpflichtet sich die Dienststelle, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Betroffenen zu schützen sowie präventiv zu handeln. Alle Personen werden dadurch angehalten, Probleme wahrzunehmen und Konfliktsituationen zu lösen. 


Prävention ist wichtig 

Ein respektvolles Miteinander ist das Wichtigste für ein gutes Arbeitsklima im Hörsaal. Jeder Studierende kann selbst darauf achten, Mobbing-Vorfälle zu verhindern. Mobbing ist schließlich keine vollbrachte Leistung, sondern ein Gräuel. Das Sprichwort "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein" muss erst gar nicht zu einer Tatsache werden. Was zum Ausdruck bringt, dass Psychoterror immer Fehl am Platz ist und jeder Studierende für eine kollegiale Gemeinschaft während des Studiums einstehen kann.