Umfang mit der Prüfungsangst


Umfang mit der Prüfungsangst

Sie ist weit verbreitet und eigentlich normal und nachvollziehbar – Prüfungsangst. Von einer Prüfung hängt meistens viel ab – in den ersten Semestern braucht man bestimmte Scheine, um ein Proseminar belegen zu dürfen, und die Zwischenprüfung ist die Voraussetzung dafür, dass man ein Hauptseminar belegen darf. Die längeren Prüfungen erfolgen ganz am Schluss, und vor diesen haben die meisten Studenten auch am meisten Angst, da jeder erwartet, dass man sie besteht.

Angst ist eine – manchmal mehr oder weniger – berechtigte Emotion vor und während bestimmten Ereignissen. Prüfungsangst äußert sich in Nervosität, Herzklopfen, schwitzigen Händen, Zittern und schlechter Konzentration. Bei Studenten sind Versagensängste weit verbreitet – etwa die Angst während einer Prüfung einen Blackout zu erleiden. Andere Studenten wiederum haben Schwierigkeiten beim Lernen und verstehen manche Zusammenhänge nicht richtig – auch außerhalb einer Prüfungssituation.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Wer sich gut auf eine Prüfung vorbereitet hat, hat in den meisten Fällen weniger Angst vor dieser Prüfung. Versuche nicht ins Kurzzeitgedächtnis zu pauken, sondern alle Zusammenhänge richtig zu verstehen. Bediene dich beim Lernen gern bestimmter Veranschaulichungsmaterialien. So minimiert sich die Gefahr während der Prüfung einen Blackout zu erleiden. Wenn du fachliche Fragen hast, die unbedingt noch vor einer Prüfung geklärt werden sollten, stelle diese bitte deinem Dozenten. Die meisten Dozenten bieten vor den Prüfungen Fragestunden an.

Das Lernen muss strukturiert sein!

Stelle dir vor Prüfungsphasen einen Lernplan auf, in welchem du notierst, wie viele Tage du für welche Prüfungen einplanst! Wichtig: Lege diesen Plan so früh wie möglich an und verschaffe dir gleichzeitig einen Überblick über den Lernstoff, sodass du den Plan im Bedarfsfall noch einmal korrigieren und mehr Zeit für das eine oder andere Fach einplanen kannst.

Training – Prüfungsmuster oder Prüfungen vergangener Semester besorgen

Das Beste, was du tun kannst: Besorge dir die Prüfungen vergangener Semester und spiele zu Hause „Prüfung“. Auf diese Weise wirst du auf Problembereiche in deinem Wissensschatz aufmerksam und kannst die Thematik womöglich von ganz neuen Seiten beleuchten. Auch wenn sich die Prüfungsfragen in vielen Fällen nicht exakt wiederholen werden – Ähnlichkeiten lassen sich kaum vermeiden.

Panik vor mündlichen Prüfungen

Die Angst vor mündlichen Prüfungen ist eine andere als die vor schriftlichen Prüfungen. Viele Studenten haben Angst zu stottern, alles durcheinanderzubringen und keinen klaren Satz mehr sagen zu können. Im Laufe ihrer Studienzeit eignen sich viele Studenten eine gewissen Souveränität an: Sie werden von Tag zu Tag immer mehr ein Experte ihres Fachs und treten mit entsprechendem Selbstbewusstsein auf. Auch nimmt die Nervosität ab, wenn man sich wirklich für ein Thema begeistern kann. Die negativen Emotionen weichen der Freude am Fachsimpeln.

Besteht bei Ihnen die Angst, dass bei einer mündlichen Prüfung gewisse fachliche Schwächen auffliegen?

Dann schaffe dir die Zeit für ein „Extra-Lern-Pensum“. In diesem werden fachliche Grundlagen wiederholt. Wenn dir die von deinem jeweiligen Dozenten vorgeschlagene Standard-Einführungsliteratur nicht hilft manche Zusammenhänge zu verstehen, kann dir vielleicht ein anderes Buch die Augen öffnen. Du wirst sehen: Je mehr du liest, desto wenig fremd wird dir die Thematik sein und desto mehr vergisst du deine Nervosität.

Eine weitere wichtige Komponente bei der mündlichen Prüfung sind die Prüfer selbst

Vielleicht hast du die Möglichkeit dich einen Prüfer auszusuchen. Doch bei den Beisitzern, welche bei den mündlichen Abschlussprüfungen dabei sind, besteht die Möglichkeit meist nicht bzw. man hat auch keinen Einfluss darauf, wer der Beisitzer sein wird. Konzentriere dich in dem Fall auf die Person, die du am besten kennst und beantworte die Fragen desjenigen, der die Frage gestellt hat. Denke mal daran: Auch Prüfer sind nur Menschen! Wenn ein Prüfer schlecht gelaunt ist, dann hat das nichts mit dir zu tun!

Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Frage dich selbst, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn du die Prüfung nicht bestehst. Kannst du die Prüfung wiederholen?

Die meisten Studenten müssen – von Fach zu Fach in unterschiedlichem Maße – im Laufe ihres Studiums einmal die eine oder andere Prüfung wiederholen. Es ist keine große Blamage eine Prüfung nicht zu bestehen. In deinem späteren Leben wird kaum jemand danach fragen, ob du in deinem Studium alle Prüfungen auf Anhieb bestanden hast.

Bei Krankheit oder schlafloser Nacht

Sollte es dir am Tag der Prüfung richtig schlecht gehen – sei es aufgrund einer Krankheit oder einer schlaflosen Nacht, dann lege die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt ab. Krankheitsbedingt durch eine Prüfung zu rasseln wäre großer Unsinn, da du dich – für den Fall, dass du die Prüfung dann beim zweiten Mal tatsächlich nicht bestehst – womöglich die Möglichkeit auf eine Wiederholung nehmen.

Sanfte Mittel gegen Prüfungsangst

Wenn die beste Vorbereitung nicht genug Mittel gegen Prüfungsangst ist, kannst du dich sanfter Medizin bedienen: Altbewährt sind Johanniskraut und Baldrian. Außerdem erfreuen sich Bachblüten-Notfall Bonbons oder –Tropfen großer Beliebtheit als Mittel gegen Prüfungsangst. Sie können auch diverse Entspannungsverfahren ausprobieren wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Atemübungen. In chronischen Fällen von Prüfungsangst kann auch Hypnose hilfreich sein. Nicht jeder glaubt daran, doch manche Leute schwören darauf: Homöopathie. Wichtig: Damit diese wirken kann, muss du auf Minze, Menthol, Pfefferminz, Eukalyptus, Kampfer, und Kamille verzichten. Die meisten Kaugummis sind bei Homöopathie also tabu.

Welche Mittel gegen Lampenfieber große Fehler sind

Manche Personen schwören darauf am Abend vor einer Prüfung Alkohol zu trinken. Solltest du diesen Tipp befolgen, dann beschränke dich auf ein sehr geringes Maß. Denn große Mengen Alkohol schaden dem Gehirn und damit auch deiner Prüfungsleistung am nächsten Tag.

Auch wenn eine Prüfung ansteht, heißt es (wie immer): Finger weg von Drogen!

Wenn sanfte Mittel nicht gegen die Prüfungsangst helfen

Sollten dir die oben genannten Tipps nicht gegen die Prüfungsangst helfen, kannst du einen Psychologen, Psychotherapeuten oder Psychiater aufsuchen und sich von diesem beraten lassen. Die Prüfungsangst hat ihren eigenen Platz in den ICD-10, also in dem offiziellen Verzeichnis von Krankheiten und kann – sollte sie zu schlimm sein – ärztlich behandelt werden. Du musst dich nicht dafür schämen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung

Prüfungen begleiten uns unser ganzes Leben, doch selten in unserem Leben empfinden wir während einer Prüfung einen solchen Druck und Stress, und selten wird ein so großes Wissen (detailliert) abgefragt wie bei den Prüfungen in der Uni. du kannst stolz auf dich sein, wenn du eine Prüfung an der Uni erfolgreich hinter dich gebracht hast!

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