Wie du das Vorwort deiner Abschlussarbeit schreibst


Wie du das Vorwort deiner Abschlussarbeit schreibst

Das Vorwort gibt dir die Möglichkeit, dem Leser ein paar zusätzliche Informationen oder den persönlichen Hintergrund für die Wahl deines Themas zukommen zu lassen. Wie hast du als Person das Anfertigen deiner Arbeit empfunden? Ist dir deine Rolle als Autor leichtgefallen? Das Vorwort sollte nur eine Seite umfassen, hinter dem Abstract, aber noch vor dem Inhaltsverzeichnis stehen. Sehr wichtig ist die Erkennbarkeit deines persönlichen Charakters. Du kannst dich bei den wichtigsten Menschen für ihre Unterstützung bedanken, aber übertreibe nicht. Das Vorwort einer zum Beispiel Fach-, Bachelor- oder Doktorarbeit ist sehr wichtig, deshalb solltest du es sehr gewissenhaft erstellen. Wenn du diesbezüglich enorme Probleme auf dich zukommen siehst, kannst du jederzeit einen Ghostwriter hinzuziehen. Er unterstützt dich mit seiner Erfahrung bei der gesamten Arbeit - bereits bei der Organisation und auch beim Schreiben.  


Was muss im Vorwort stehen? 

An der nachfolgenden Checkliste kannst du sehen, was ein Vorwort für dein Projekt beinhalten sollte. 

  • Persönlicher Hintergrund, persönliche Erfahrungen während deiner Schreibarbeit, Arbeitsverteilung und Danksagungen
  • Definition deiner persönlichen Motivation für die Themenwahl deiner Arbeit. 
  • Es sollte nur eine Seite umfassen.
  • Danke nur Personen, die dir sehr geholfen haben. 
  • Die Reihenfolge deiner Danksagungen hängt von der Bedeutung der Personen ab, die am meisten zum Gelingen deines Werkes beigetragen haben. Sie werden zuerst genannt. 
  • Verwende bei der Nennung von Personen konsequent Vor- und Nachnamen.
  • Der Aspekt deiner Persönlichkeit überwiegt, aber verfasse es trotzdem professionell. 
  • Es endet mit der Angabe des Ortes und dem Datum, an dem du das Vorwort verfasst hast. 


Ein Vergleich von Vorwort, Einleitung und Abstract

Diese drei Begriffe werden gerne durcheinandergebracht. Das Vorwort steht am Anfang deiner Thesis, Dissertation oder Arbeit zum Bachelor und kann sehr leicht mit dem Abstract oder der Einleitung verwechselt werden. Nachfolgend findest du die wichtigsten Unterschiede:

Vorwort (Prolog):
1. Seitenzahl, aber keine Kapitelzahl 
2. Umfang von maximal einer DIN-A4 Seite
3. Erklärung der Entstehung deiner Arbeit 
4. Kann optional Bestandteil des Textes sein 
5. Zeitform Präsens, Vergangenes Perfekt oder Präteritum   
6. Ich-Form oder Wir-Form erlaubt 

Abstract:
1. Seitenzahl, aber keine Kapitelzahl 
2. Umfang von maximal einer DIN-A4 Seite
3. Zusammenfassung wichtiger Thesen und Ergebnissen 
4. Kann optional Bestandteil des Textes sein 
5. Zeitform Präsens, Vergangenes Perfekt
6. Personalpronomen eigentlich nicht üblich 

Einleitung:
1. Seitenzahl, aber keine Kapitelzahl
2. Nicht festgelegt, aber circa 5–10 % deiner Ausarbeitung
3. Aufstellung von Forschungsfragen und Thesen
4. Fester Bestandteil des Textes   
5. ​​​​​Zeitform Präsens, Infos Hintergrund: Präteritum   
6. Personalpronomen eigentlich nicht üblich 


​​​​​​​Du kannst im Vorwort zitieren

Es kann unter Umständen ganz amüsant sein, wenn du aus einem Buch aus deinem Literaturverzeichnis zitierst. Aufgrund des persönlichen Charakters einer Abschlussarbeit aber eher unüblich. Falls du doch im Vorwort zitieren möchtest, musst du allerdings eine Quellenangabe im Text verwenden und alle Quellen komplett vollständig im Literaturverzeichnis zum Schluss aufführen

Es ist eigentlich üblich, dass Zitate eingebaut werden, wenn du deiner Arbeit einen wissenschaftlichen Charakter verleihen möchtest. Auf diese Weise verstärkst du deine Aussagen und unterstreichst, dass du auf das Vorwissen anderer Personen zurückgegriffen hast. Du musst schon auf das verweisen, was bereits herausgefunden wurde. Unterlässt du es, spricht man von einem Plagiat und damit hast du geistiges Eigentum gestohlen. Das kann zu einer negativen Beurteilung deiner Arbeit führen, weil ohne Zitate und korrekte Quellenangaben wissenschaftlichen Arbeiten eigentlich nicht möglich ist. 


Drei Musterbeispiele, um das Vorwort zu formulieren

     1. Beispielformulierung: Der persönliche Hintergrund deines Themas

Während meines Praktikums bei dem Unternehmen Windhorst reifte die Idee zu meinem Thema. Im Rahmen des Großauftrags X, der zahlreiche unterschiedliche Faktoren miteinander kombinierte, konnte ich frei recherchieren, vorbereiten und mich damit beschäftigen. 

     2. Beispielformulierung: Arbeitsverteilung

Gemeinsam mit drei meiner Kommilitoninnen konnte ich diese Diplomarbeit verfassen. Silvia Paukner arbeitete den theoretischen Rahmen aus, während Petra Müller und ich die Interviews mit den Experten führten und die Gestaltung der Methodik ausarbeiteten. 

     3. Beispielformulierung: Danksagung

Zuerst möchte ich meine Begleiter, vor allem meinen Betreuer Nicolas Schuster erwähnen, denen ich für ihre großartige Anleitung, ihre Unterstützung während dieses Arbeitsprozesses und der allgemein guten Zusammenarbeit danke. Weiterhin gilt mein Dank allen Befragten, die an dieser Studie teilnahmen. Sie waren ein wichtiger Bestandteil, um diese Arbeit zu vervollständigen.


Ein Beispiel für ein Vorwort

Die Ihnen vorliegende Masterarbeit fertigte ich im Rahmen meines BWL-Studiums an der Fachhochschule Wiesbaden an. 

Während meines Praktikums in der Personalabteilung der Firma Meier oHG entwickelte sich bei mir die Idee zu diesem Thema. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich noch einmal sehr herzlich bei allen Mitarbeitern und dem gesamten Team der Personalabteilung bedanken. Mein besonderer Dank gilt Frau Wilhelm, die mir das Praktikum ermöglichte und diese Abschlussarbeit betreut. 

Sehr herzlich möchte ich auch Herrn Prof. Dr. Schmidt „Danke“ sagen, weil er diese Arbeit wissenschaftlich betreute. Darüber hinaus danke ich jedem Teilnehmer, der meine Untersuchung freundlich und hilfsbereit unterstützte. Dadurch konnte ich die vorliegende Masterarbeit erst erstellen. Dies Masterarbeit ist meinen Eltern gewidmet, die mir für die Zeit des Studiums jede mögliche Unterstützung und Motivation zukommen ließen. 

Mainz, im April 2017

Stefan Bauer 


Tipps zum Aufbau eines Vorwortes 

Die Präsentation des Vorwortes sollte nicht zu lang sein. Verwende in der Vorrede einen sachlichen Ton und verfalle nicht in den Stil romantischer Danksagungen. Es ist sinnvoll das Vorwort, von zum Beispiel deiner Seminar-, Projekt- oder Hausarbeit, erst ganz zum Schluss zu schreiben. Erst wenn alle Kapitel geschrieben wurden und der Inhalt steht, weißt du, welche persönlichen Dinge du noch gerne loswerden möchtest. 

  • Das Vorwort trägt eine eigene Seitenzahl, aber keine Kapitelnummer.
  • Überlege dir, was dein Betreuer oder Leser in Bezug auf nicht fachlichem Wissen noch interessieren könnte. Was hat dich zu dem Thema gebracht? Was hast du bei der Anfertigung erlebt? 
  • Hat dir jemand die zentrale Problemstellung nahegelegt?
  • Bist Du im Verlauf einer Lehrveranstaltung auf das Thema gekommen?
  • Verfügst du über praktische Erfahrungen in der Thematik deiner Thesis? 
  • Gab es eine spezielle Motivation zum Schreiben?
  • Du einen Bericht über die äußeren Bedingungen verfassen oder dich als Autor beschreiben. 
  • Erläutere im Vorwort, wie du das Konzept deiner Arbeit selbst siehst und für wen sie interessant sein könnte. 

Du kannst natürlich jederzeit einen Ghostwriter einschalten, der dir bei zum Beispiel bei der Inhaltsangabe, Gliederung, dem Nachwort oder dir von Anfang an hilft. 


Fazit

Hier fasst du die wichtigsten Informationen und Schlussfolgerungen zusammen. Eine Vorlage zum Fazit könnte so aussehen: 

  • Eine Antwort auf die Forschungsfrage

Beziehe dich auf die Forschungsfrage und deine Hypothesen, die sich bei der Nummerierung der Einleitung finden. Liefere die Antwort und stelle deine selbst erbrachte wissenschaftliche Eigenleistung in den Vordergrund.

  • Ergebnisse darlegen 

Zeige die elementarsten und gebräuchlichsten Ergebnisse deiner Forschung auf und ordne sie richtig in den aktuellen Stand ein. Selbst wenn du kein neues Grundgesetz erfunden hast oder der selbst erstellte Fragebogen nichts brachte, kann jeder mit diesem wertvollen Ergebnis leben. 

  • Validität und Reliabilität reflektieren 

Du musst die interne und auch die externe Validität (Güte eines Tests oder Messung) und Reliabilität (Zuverlässigkeit des Ergebnisses einer Forschung) zusammenfassen. Gehe kritisch mit deiner Vorgehensweise um.

  • Perspektive und Zukunft 

Zeige in einem Ausblick, wie sich deine Ergebnisse zukünftig auf die Forschung auswirken könnten. Wenn deine Datenerhebung auch einen Diskussionsteil vorsieht, kannst du diese Thematik näher beleuchten.